New Work

Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus?

Megatrend New Work – Was ist das?

Die Arbeitswelt verändert sich. Wir befinden uns in einem tiefgehenden demografischen, kulturellen und wirtschaftlichen Umschwung.
Neue Möglichkeiten und Technologien werfen zunehmend die Frage auf, wie die Arbeitswelt der Zukunft aussieht.

Der Begriff New Work geht auf den Sozialphilosophen Frithjof Bergmann in den 70er Jahren zurück und beschreibt sehr allgemein definiert „die Arbeit, die ein Mensch wirklich machen will“.

Basierend auf Bergmanns Idee sind Unternehmen heute auf der Suche nach dem optimalen Weg in die Zukunft der Arbeitswelt.
Unser New Work-Experte René Weber hat sich hierzu ein paar Gedanken gemacht und stellt die Frage, ob es „den einen Weg“ überhaupt gibt.

Zukunft – fester Weg oder Diskussion? 

Fachkräftemangel, Change-Management, digitale Revolution, Digitalisierung. Es gibt unzählige Schlagworte, die die unternehmerische Welt derzeit umtreiben. Eines verdeutlichen sie jedoch in Ihrer Bedeutung gleichermaßen: die Arbeitswelt verändert sich. Beinahe missionarsartig ziehen Experten jeglicher Branche ihre Kreise und beanspruchen mit hellseherischer Genauigkeit jene „Veränderungen der Arbeitswelten“ genau zu kennen und – selbstverständlich – genau die richtigen Lösungen parat zu haben.

Die große Frage, die ich mir seit langem stelle ist, ob es „DIE“ Zukunft wirklich gibt! Ist die Zukunft wirklich ein festgeschriebener Weg? Ist es ein universelles Konzept? Eine genaue Richtung? Gibt es diesen Schuh, der jedem passt?

Die Tendenzen weisen klar darauf hin, dass alles schneller, flexibler und globaler wird. Altbewährte Systeme scheinen oftmals ausgedient zu haben oder müssen an die neuen Anforderungen angepasst werden.

Aber wie können diese „Experten“ so genau wissen, wie die Lösungen, die Sie und ich in Zukunft brauchen aussehen, wenn wir doch erst in der Findungsphase der Probleme sind? Und was, wenn ihr Problem ganz anders ist als meines?

Ich glaube, die Zukunft ist vielmehr eine Diskussion. Eine Diskussion, die in jeder Organisation individuell und unter Berücksichtigung der einzelnen Bedürfnisse geführt werden muss.

In allen Bereichen unseres Lebens erwarten wir, dass man sich mit uns, unserer Individualität und unseren persönlichen Bedürfnissen auseinandersetzt. Gehen wir zum Arzt, erwarten wir, dass dieser uns zunächst gründlich untersucht, um dann eine Diagnose zu stellen. Ziel ist es schließlich, die richtige Behandlungsmethode zu finden, die zu mir und meinem Zustand passt und mir langfristig hilft.

Man stelle sich vor, der Arzt stellt ihnen ein Rezept aus, ohne vorher gefragt zu haben warum Sie überhaupt hier sitzen. Wie hoch wäre die Wahrscheinlichkeit, dass diese Behandlung wirklich hilft?

Wieso also ist die Meinung so verbreitet, dass der Ansatz der „Allround Lösung“ bei Unternehmen – komplexen Organisationen die durch eine Vielzahl an verschiedenen Faktoren wie z. B. Menschen, Arbeitsabläufen usw.  geformt werden – funktioniert?

Beim Arzt würde es vermutlich auf Paracetamol und Nasenspray hinauslaufen. Das macht zwar nicht gesund, aber richtet wahrscheinlich auch keinen Schaden an.

Doch können sich Unternehmen heute noch leisten mit einer „vorübergehenden“ B-Lösung ins Wirtschaftsrennen zu starten? Ich denke nicht. Zu schnelllebig sind die Veränderungen, zu anspruchsvoll die nächste Mitarbeiter-Generation, zu disruptiv die Märkte.

Warum sollten sich Fachkräfte für Unternehmen entscheiden, die der Digitalisierung und Globalisierung mit einer halbgaren Lösung entgegentreten? Warum sollten sie für Unternehmen arbeiten, die nicht bereit sind, ihrem wertvollsten Gut – dem Menschen – eine leistungsfördernde, auf individuelle Bedürfnisse und Aufgaben ausgerichtete Arbeitswelt zu schaffen? Es gibt keinen Grund!

Doch wer weiß nun, wie ihre unternehmerische Zukunft und die dafür nötige Arbeitsumgebung auszusehen hat?

Die Wahrheit ist – zum Leidwesen aller Zukunfts-Experten – niemand.

Niemand außer die Unternehmen selbst. Was bringt es, Prozesse, Strukturen und das gesamte Arbeitsumfeld auf Basis von Studien auszurichten, wenn die individuellen Erfahrungen dabei keine Rolle mehr spielen?

Klar weiß ich, dass es vermeintlich gesund ist viel Obst zu essen. Habe ich aber eine Apfelallergie, kann mein gut gemeintes Bestreben schnell schlimme Folgen haben. Und genau da liegt der eigentliche Punkt: Zukunft ist kein fester Weg, sondern ein Diskurs. Eine Diskussion mit den Beteiligten. Ein Dialog zwischen Berater und Unternehmen. Keiner kennt die Lösung vorher. Weder der Berater noch der zu Beratende weiß von Anfang an wie die eigene Zukunft aussehen kann. Aber gemeinsam lassen sich Expertise, Vision und Bedarf erarbeiten und filtern. Am Ende steht eine passgenaue Diagnose, aus der die richtigen Maßnahmen resultieren.

In unserer Branche bestreiten wir aus Überzeugung bereits seit vielen Jahren diesen Weg. Viel zu oft treffen wir auf Unternehmen deren „Lösung“ ohne „Diagnose“ gestaltet wurde – am Ende steht Verunsicherung und nicht selten ein immenser wirtschaftlicher Schaden.

Daher mein Appell: hören Sie beim Weg in die Zukunft nicht nur auf Berater und Studien, sondern auch auf Ihre Mitarbeiter und sich selbst! Gemeinsam werden sie genau herausfinden, was ihrem Unternehmen gut tut und auch das ein oder andere Mittel finden, das besonders leistungssteigernd wirkt. Und das ist wichtig, denn alle Zeichen stehen auf eine stürmische Zukunft – und wenn man in raue See sticht, dann besser nicht auf einem morschen Kahn und mit meuternder Mannschaft.

In diesem Sinne: gute Fahrt in die Zukunft!

 

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